Glücksspiel und Online Casinos in der Schweiz

Ach, die Schweiz - das kleine Land in den Bergen, mitten in der europäischen Union. Ein Paradies für Touristen, Bankiers und Freunde von wahrer Handwerkskunst. Die Schweiz ist vor allem ebenso bekannt für das Skifahren, für Schokolade und ihre besondere, neutrale Rolle in vielerlei Hinsicht.

Das Bankengeheimnis gilt als eines der geheimnisvollsten der Welt. Doch trotz ihrem Ruf als internationales Steuerparadies genießt die Schweiz eine äußerst niedrige Arbeitslosenquote von weniger als 3% und wird vermutlich eines der ersten Länder sein, die das Lohngefälle zwischen dem höchstbezahlten Arbeitnehmer und dem niedrigbezahltesten Arbeitnehmer auf einen Faktor von 1:12 begrenzen werden. Trotz all diesem Reichtum und Fortschritt steckt eine Industrie noch in den Kinderschuhen, vor allem online - richtig, wir meinen die Glücksspielindustrie und Online-Casinos.

Die Schweiz ist nicht wirklich bekannt für ihre Casinos oder namhafte Anbieter, die weltweit Casinos im Internet betreiben. Die Branche steht am Anfang, verglichen mit Ländern wie Österreich oder Deutschland. Gerade deshalb ist die Glücksspielindustrie in der Schweiz besonders interessant, da sie aus den Fehlern und richtigen Ideen ihrer Nachbarländer lernen kann. Wir sehen uns in diesem Artikel die wichtigsten Eckdaten zu dieser Industrie innerhalb der Schweiz näher an, erklären den gesetzlichen Rahmen und stellen einige der bisher noch sehr wenigen Anbieter vor.

Online Casinos in der Schweiz

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Gesetzliche Grundlagen

Glücksspiel hat in der Schweiz keine allzu lange Geschichte. Um genau zu sein wurde es vor fast 100 Jahren, nämlich im Jahr 1921, in der gesamten Schweiz verboten. Dieses Verbot wurde im Jahr 1933 in großen Teilen wieder gelockert, beschränkte die Einsätze in Casinos allerdings weiterhin, nicht zuletzt auch zum Schutz der Spieler. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis Glücksspiel in damals staatlichen Spielbanken mit einem unbegrenzten Einsatz möglich gemacht wurde.

Diese Lockerung sorgte innerhalb kürzester Zeit dafür, dass etwa ein Fünftel aller Schweizer Bürgerinnen und Bürger sogenannte „Vielspieler“, also gewissermaßen süchtig wurden. Diese Zahlen relativierten sich in den darauffolgenden Jahren zwar wieder, allerdings spielt bis heute etwa die Hälfte aller Schweizer regelmäßig Lotto. Obwohl die gesamtstaatliche Lotterie nach den Gesetzen von 1921 bis heute immer noch verboten ist, wurde diese Regulierung auf Ebene der Kantone nahezu aufgehoben und den Kantonen wurde gestattet, ihre eigenen, kleineren Lotterien ins Leben zu rufen. Einige bekanntere Beispiele hierfür sind die Société de la Loterie de la Suisse Romande, die die Loterie Romande betreibt, und Swisslos, die Sport-Toto macht.

Heute hat die Schweiz 19 feste Standorte für Casinos, die auf die Kantone verteilt sind. Hinzu kommen mehrere Rennbahnen, auf denen beispielsweise Pferde- oder auch Hunderennen abgehalten werden und auf welche hohe Wettsummen gesetzt werden können. Insgesamt kann man anhand der Zahlen sagen, dass es weniger Casinos und Wetteinrichtungen pro Kopf als in anderen Ländern wie Deutschland oder Österreich gibt, diese jedoch oftmals eine sehr große Auswahl an Spielen haben und somit jede Kategorie von Spieler in ihren Bann ziehen.

Am schlechtesten entwickelt, sofern man das so sagen kann, ist das Online-Glücksspiel. In der Theorie galt es bis vor kurzem noch als verboten und damit als illegal. Die Schweizer Regierung hat im Jahr 2013 ein Gesetz herausgegeben, um den Glücksspielmarkt stärker zu regulieren. Seitdem ist Online-Glückspiel in einem ähnlichen Maße wie in Ländern der Europäischen Union gestattet. Praktisch betrachtet haben die Schweizer auch schon vorher trotz Verbot gespielt und ihre Wege über das Internet gefunden. So treffen nun einmal moderne Technik und alte Gesetze aufeinander. Da zu den Landessprachen der Schweiz Französisch, Deutsch und Italienisch gehören, haben Spieler aus allen Kantonen keine Schwierigkeiten, Online-Casinos zu finden, die ihren sprachlichen Bedürfnissen entsprechen. Die Schweizer Banken haben kein Problem damit, Gelder an Online-Buchmacher zu verschieben, auch wenn sie sich im Ausland befinden.

Casino-Lizenzen, Sicherheit und Fair Play

Die Schweiz ist bei der Überwachung und Kontrolle der Einhaltung ihrer Regeln, sowie den Schutz vor Betrug und die Sicherung von Fair Play etwas anders aufgestellt als andere Länder. Die Aufsicht obliegt nicht etwa wie in Deutschland einer Bundes- bzw. Landesbehörde, sondern einem Zusammenschluss aus mehreren Amtsträgern bzw. Behörden mit unterschiedlichen Aufgabengebieten. Einen Überblick über die Aktivitäten der Casinos haben die eidgenössische und kantonale Aufsichtsbehörde, die Eidgenössische Glücksspielbehörde (ESBK). Sie regelt den Umlauf von Geld innerhalb der Casinos und ist auch für die Aufsicht über alle Spiele verantwortlich, die mit Bargeld gespielt werden. Die ESBK ist daneben ebenfalls für die Einstufung neuer Spiele verantwortlich - handelt es sich um reines Glücksspiel oder geht es zum Beispiel auch um Geschicklichkeit? Diese Wertung ist für die Freigabe neuer Spiele und das gemeinsame Fair Play sehr wichtig.

Über die Sicherheit der Spieler und den Schutz vor Betrug wacht das sogenannte Gaming Board. Es handelt sich hierbei um eine regulatorische Kontrollinstanz, die den Vorsitz über die Einhaltung der Bundesgesetze über Glücksspiele und Spielbanken innehat. Der Schweizer Bundesrat wiederum vergibt die Spielbanklizenzen an die jeweiligen Betreiber. Er bestimmt auch die maximale Anzahl an Lizenzen, die in der Schweiz gleichzeitig im Umlauf sein dürfen, sowie deren Gültigkeit.

Lizenzen werden nur an Unternehmen vergeben, nie an Privatpersonen. Ein Unternehmen muss als Genossenschaft nach lokalem Recht organisiert sein und nachweisen, dass der überwiegende Teil seiner Mitglieder in der Schweiz wohnhaft ist. Zudem sind Nachweise über ausreichend Kapitalreserven, Bürgschaften und einen guten Ruf erforderlich, um eine Lizenz beantragen zu dürfen. Es gibt in der Schweiz zwei Arten von Lizenzen:

  • Standortlizenzen sind eine Bewilligung für den Standort eines Casinos. Sie müssen sowohl vom Kanton als auch von der Gemeinde, in der das Casino ansässig ist, genehmigt werden und der Betreiber muss einen nachweisbaren wirtschaftlichen Nutzen für die Region erbringen.
  • Betriebslizenzen werden nur dann erteilt, wenn der Betreiber eine absolute Unabhängigkeit seiner Organisation, sowie eine lückenlose Überwachung des Spielbetriebs selbst gewährleisten und dafür haften kann. Darüber hinaus muss er ein Sicherheits- und Sozialversicherungskonzept und einen betrieblichen Sicherheitsplan bei Antragstellung vorlegen.

Die Beantragung einer Glücksspiellizenz in der Schweiz ist offensichtlich alles andere als einfach und deutlich schwieriger als zum Beispiel in Malta oder Großbritannien. Doch wie auch beim Bankengeheimnis sehen die Schweizer in diesen strikten Anforderungen und der Überwachung einen erheblichen Vorteil für die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger sowie die Sicherstellung eines reibungslosen Spielbetriebs.

Auswahl an Online-Casinos in der Schweiz

Der aktuelle Markt ist insbesondere online noch sehr klein, wächst aber langsam. In der Theorie sind die Spiele eine Grauzone, jedoch gibt es auch kein Gesetz, um es komplett zu verbieten. Genau das ist einer der Kipppunkte, weshalb Online-Glücksspiele in Zukunft vermutlich auch in der Schweiz weiter an Beliebtheit gewinnen werden - abgesehen von der riesigen Marktkapitalisierung, die hinter all dem steht.

Derzeit spielen Schweizer, sofern sie denn online spielen, auf den Seiten der bekannten Anbieter aus dem Ausland wie Mr Green oder Bet365. Hintergrund ist, das Schweizer nicht auf „lokalen“ inländischen Webseiten spielen dürfen, zumindest theoretisch. Im Grunde ist das alles auch gar kein Problem für die Schweizer, die Banken haben normalerweise nämlich keine Probleme damit, wenn sie Geld von und zu Konten der Online-Casinos im Ausland senden müssen. Bis die Gesetzgebung für Online-Casinos weiter ausgearbeitet wurde, können Schweizer recht sorgenfrei im Ausland spielen oder zu einem ihrer Casinos vor Ort gehen.

Was wird gespielt?

Wie kurz eingangs erwähnt, sind besonders Wetten auf Pferde- und Hunderennen sehr beliebt. Zudem sind die Schweizer, wie die meisten Länder Europas, sehr große Fußballfans und setzen auch gerne Wetten auf ihre Lieblingsvereine und auf einzelne Spiele. Das Land war 2008 gemeinsam mit dem benachbarten Österreich Gastgeber der UEFA-Europameisterschaft und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 und auch für Brasilien 2014. Rugby hat sich auch als eine beliebte Wahl für Sportwetten erwiesen, denn die Schweizer Rugby-Mannschaft gibt es schon seit 1869. Dank der herrlichen Pisten in exklusiven Orten wie Gstaad, Zermatt und St. Moritz werden auch der Skisport und andere Wintersportarten von Zuschauern und Spielern begeistert verfolgt.

Bei den angebotenen Casinospielen ist insbesondere, ähnlich wie in Österreich, Poker sehr gefragt bei den Schweizern. Seit 2006 findet die „Swiss Open Poker Championship“ statt, jedes Jahr Ende September. Die Veranstaltung ist abwechselnd im Grand Casino in Bern oder im Grand Casino in Baden und hat sogar eine Zuschauertribüne, die immer restlos besetzt ist. Zu diesem Event treffen sich einige der besten Spieler Europas.

Ein- und Auszahlungen

Ähnlich wie in Deutschland oder Österreich sind Auszahlungen innerhalb der Schweiz problemlos über die traditionellen Wege, wie eine Überweisung, aber auch über verschiedene Zahlungsanbieter wie PayPal, Skrill und andere möglich.

Beim Online-Spiel haben die Schweizer sogar einen Vorteil - den Schweizer Banken ist es im Normalfall egal, wohin sie Geld senden. So können die Schweizer weltweit spielen, zumindest solange sie vom Anbieter akzeptiert werden.

Bonus-Systeme

Da Schweizer fast ausschließlich im Ausland spielen oder in ein lokales Casino gehen, orientieren sich die Bonus-Systeme an den Angeboten der großen Anbieter wie Mr Green, Bet365 oder Sloty. Die lokalen Casinos haben meistens keine besonderen oder exklusive, begrenzte Angebote, wie z.B. höhere Gewinnchancen, Freigetränke etc. aber nichts wirklich Spannendes.

Mobile Geräte

Wenn Schweizer in einem mobilen Casino spielen, dann spielen sie auf den Seiten von ausländischen Anbietern. Sie dürfen sich die Apps ganz normal herunterladen und sich bei den Betreibern anmelden, es gibt hier keine großen Unterschiede zu anderen Ländern.

Kundenbetreuung

Durch den zumindest noch sehr großen Fokus auf lokale, real existierende Casinos, findet die Kundenbetreuung in der Schweiz im Casino überwiegend persönlich oder vorab telefonisch statt. Wie bei Anbietern aus dem Internet und anderen Ländern ist es wichtig, auf die Öffnungszeiten zu achten, um nicht vor verschlossener Tür zu stehen. Bei den Casinos vor Ort orientieren sich diese Zeiten aber fast immer an den allgemeinen Öffnungszeiten des Casinos.

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